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Ah!!! Was habe ich mir da angetan?

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Nachdem meine Nähmaschine gekommen war, konnte ich richtig loslegen. Mein erstes Projekt: ein Wickelrock. Vorlage dafür war ein schon vorhandener Wickelrock, dessen Schnittmuster ich durch „abpausen“ relativ einfach erstellen konnte. Allerdings habe ich ihn dann noch etwas verlängert – zum Verlängerungsfazit komme ich später noch. Nach dem Schnittmuster erstellen und zurechtschneiden des Stoffes kamen wir dann also zur Nähmaschine. Da bisher alles so problemlos verlaufen war, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch was die weiteren Schritte betraf. Deshalb wollte ich die Nähmaschine erst einmal an einem zerschnittenen alten T-Shirt ausprobieren. Und damit folgte das Desaster! Denn kaum hatte ich zwei bis drei Nadelstiche getan, blieb die Nadel entweder stecken oder brach ab. Wenn Sie mal lief, bekam ich nur Schlingen! Kurzum, drei bis vier Stunden an der Nähmaschine blieben vollends vergeben und ich wendete mich erst einmal der Problemlösung im Internet zu. Gott-sei-dank bin ich wohl nicht die einzige Person, die so ihre lieben Probleme mit der Nähmaschine hatte. Schnell war klar, die Gesamtsituation stimmte nicht. Was aber das Problem im Detail war, dazu gab es mehrere Möglichkeiten. Wenn ihr jetzt auch so ein Problem habt, das solltet ihr auf jeden Fall überprüfen:

  • Ist die Spule (unten) richtig eingelegt und läuft der Faden in die richtige Richtung (siehe Gebrauchsanleitung)?
  • Ist der Oberfaden richtig von oben eingelegt und läuft auch er in der richtigen Richtung von der Spindel?
  • Hast du die richtige Nähnadel, ist sie richtigrum eingesetzt, steht sie oben am Anschlag und ist sie fest angezogen?
  • Braucht die Nähmaschine mal wieder Öl?
  • Hast du ein gutes Garn?
  • Haben sich irgendwelche Fadenstücke in Spule oder Unterbau verfangen?
  • Sind Ober- und Unterspannung wirklich richtig eingestellt?
  • Gehen Ober- und Unterfaden vor dem Nähen unter dem Nähfuß nach hinten durch?

Wahrscheinlich gibt es noch andere Fehlerquellen, aber das sind einige der wichtigsten, die ich gefunden habe. Für mich hieß das erstmal folgendes: Alles von vorn! Ich habe also alles wieder rausgenommen und von vorne angefangen. Und dann habe ich mich detailliert an die Bedienungsanleitung gehalten. Und, einen Abend später und beim gefühlten millionsten Versuch hat es geklappt: ich habe meine erste schöne und schlaufenfreie Naht genäht!